Der Kath. Kirchenchor St. Martin Bittenfeld startete bei schönstem Sommerwetter am Samstagmorgen 29. Juni 2024 in den Nordschwarzwald. 

In Calw erwartete uns der frühere Schwaikheimer evangelische Pfarrer Heiner Daxer, der uns humorvoll mit fundiertem theologischem und historischem Wissen sehr kurzweilig durch die beeindruckende Klosteranlage Hirsau führte. Das ursprüngliche Benediktinerkloster mit den Reliquien des Hl. Aurelius wurde im 11. Jahrhundert erbaut und galt als bedeutendstes Zentrum geistlichen Lebens nördlich der Alpen. 

In diesen bedeutenden Kirchenräumen war das Singen von einigen Chorälen für uns als Kirchenchor etwas ganz Besonderes. 

Der Tag wurde abgerundet durch ein leckeres Mittagessen und am Nachmittag mit einem Spaziergang in Zavelstein und Einkehr bei Kaffee und Kuchen, wo trotz hochsommerlichen Wetters die Schwarzwälder Kirschtorte nicht fehlen durfte. 

Schön war’s

Trotzdem wir unseren Fronleichnams-Gottesdienst wegen kühlen Wetters in der Kirche feierten, war er so festlich wie sonst.

Wir bedanken uns herzlich bei den vielen Musizierenden des Musikvereins Freiweg Bittenfeld unter der Leitung von Jürgen Burgstaller und dem Kirchenchor unter der Leitung von Georg Bartl für die festliche musikalische Gestaltung.

Und ein herzliches Vergelts Gott gilt allen, die den Gottesdienst mitgestalteten und den Kirchenraum so schön geschmückt haben.

Sehr gefreut haben wir uns über die große Nachfrage nach den Waren vom Eine-Welt-Tisch und den handgemachten Glückwunschkarten und Ketten.

Herzlichen Dank!

Wir trauern um

Herrn Manfred Schober 

*29.12.1933 ⴕ6.10.2024 

Manfred Schober engagierte sich seit mehr als 70 Jahren für unsere Kirche und Gemeinde. Er gründete mit anderen den Kirchenbaufond und half in den 50er Jahren beim Spenden sammeln für den Kirchbau, indem er mit Pfarrer Schmid zum Teil schon nachts losfuhr, um in anderen Kirchen sogenannte „Bettelpredigten“ zu halten. In Bittenfeld ging Manfred jahrelang von Haus zu Haus, um mit der „Bausteinaktion“ Spenden zu sammeln. Beim Kirchbau arbeitete er tatkräftig im Innenausbau mit, auch pflasterte er die Außenbereiche und er gestaltete unser Kreuz in der Kirche. 

Auch engagierte er sich, immer zusammen mit seiner Familie, im Gemeindeleben, z. B. beim Gemeindekaffee und Martini-Tanz. Manfred Schober baute das Kasperletheater, in dem über 60 Jahre bei jedem Gemeindefest zur Freude der Kinder gespielt wurde. 

Aus dem Gemeindekaffee an Fronleichnam wurde später das Gemeindefest, bei dem Manfred Schober über Jahrzehnte Grillmeister der legendären Göckele war. 

Musikalisch war Manfred Schober schon seit Bestehen des ersten Kirchenchores, damals noch mit Hochdorf zusammen, aktiv und bereicherte den Chorgesang mit seiner schönen tiefen Bass-Stimme. Auch im Chor war die Förderung der Gemeinschaft und der Zusammenhalt für Manfred Schober ein großes Anliegen. Über Jahrzehnte feierte der Kirchenchor sein Sommerfest auf dem schönen Stückle von Familie Schober. 

Die Kirchengemeinde St. Martin Bittenfeld wird Manfred Schober immer dankbar sein und in großer Zuneigung verbunden bleiben. 

 

Vor 60 Jahren wurde am 10. Mai 1964 die Bittenfelder St. Martinskirche durch Bischof Joseph Leiprecht geweiht.

Das war ein Grund zum Feiern.

Viele kamen zum Gratulieren und mitfeiern in die wundervoll geschmückte Kirche.

Wir freuten uns sehr, Pfarrer Kingerter wieder einmal in unserer Mitte zu haben. Er war 33 Jahre lang unser Pfarrer, Seelsorger und Gemeindeleiter.

Besonders schön war es, dass auch Pfarrer Dr. Finnern dabei war und die Neuapostolische Kirchengemeinde gratulierte mit einer Grußbotschaft, die von allen Gemeindemitgliedern unterzeichnet war.

Auf das herzlichste durften wir unsere Ortsvorsteherin Nicole Grüner begrüßen, die der Kirchengemeinde auf ihrem weiteren Weg alles Gute wünschte.

Musikalisch gestalteten 60 Sängerinnen und Sänger zusammen mit dem Marbacher Kammerorchester, Dieter Geppert an der Orgel und der Sopransolistin Irma Hoscislawski unter der Leitung von Georg Bartl den Festgottesdienst.

Musiziert wurde die Missa brevis Sancti Joannis de Deo von Joseph Haydn.

Die St. Martinskirche war erfüllt vom Gesang und der Musik, die zur Ehre Gottes machtvoll ertönte.

Der Festgottesdienst, der sehr würdig von Pfarrer Jaison George gestaltet war, klang im fröhlichen Miteinander und bei strahlendem Sonnenschein auf dem Martinsplatz aus.

Herzlichen Dank und ein vergelts Gott allen, die zu diesem schönen Tag beigetragen haben.

Christine Itzrodt

Im Alter von 70 Jahren ist unser ehemaliger Pfarrvikar Anthony Manu in Kumasi (Ghana) verstorben. Er hat in unserer Seelsorgeeinheit von 2020-2023 als Seelsorger gewirkt. 

Als der leitende Pfarrer Gerald Warmuth 2021 eine andere SE übernahm, war er der einzige Priester in der SE und übernahm fast alle Werktagsgottesdienste und feierte Eucharistie am Sonntag an zwei unterschiedlichen Gottesdienstorten der SE. Er trug diese Verantwortung als Seelsorger gerne.  

Neben seiner Priestertätigkeit doktorierte er über „Die Transzendenz und Immanenz Gottes in der afrikanischen traditionellen Auffassung von Religion“. Gott übersteigt alle menschlichen Vorstellungen und ist in der Welt als Ursache aller Wirkungen anwesend.  

In bleibender Erinnerung ist uns allen sein Wandlungsgesang in seiner Heimatsprache: „Unser König, Herr Jesus Christus, ist jetzt mitten unter uns“ und „Ihn loben wir, Ihn preisen wir“.  Immer betonte er in seinen Predigten:  Gottes Liebe kennt keine Schranken, ja, sie ist stärker als der Tod. Oft beendete er seine Gottesdienste mit dem Spruch: „Bleibt gesund und munter“. Er war munter, heiter, fröhlich. Er konnte herzhaft lachen und sich freuen. Die Liturgie soll mit Freude gefeiert werden – das war sein großer Wunsch und entsprang seinem Lebensgefühl.  

Wir danken ihm für seinen herzlichen Einsatz und für alles Gute, was er uns und anderen getan hat. Wir glauben an die Auferstehung – möge er nun das himmlische Reich erfahren.